Irgendwann bin ich der Faszination des Bogenbauens verfallen. Zu erleben, wie unter meinen Händen aus einem krummen Stück Holz ein Bogen wird, der meine Energie in sich speichert und an den Pfeil weitergibt, um ihn ins Ziel zu tragen, das hat mich nicht mehr losgelassen.
Und als mich Freunde baten, von mir das Bogenbauen zu lernen, entdeckte ich, dass mir mehr noch als das Bogenbauen die Fähigkeit gegeben ist, mein Wissen und mein Können weiterzugeben und Anderen zu vermitteln. Seitdem gebe ich meine Erfahrung, die aus zahlreichen gebauten und auch einigen gebrochenen Bögen resultiert, an Interessierte weiter.
Durch meinen Beruf als Landschaftsarchitekt bin ich oft in der freien Natur und meist auch rechtzeitig zur Stelle, wenn Bäume gefällt werden, die sich zum Bogenbauen eignen.
Ihr Wilfried Reichenbach
Vom 11.5 bis 20.5 bin ich in Neubrunn auf dem Treffen der traditionellen Bogenschützen.
In dieser Zeit ist der Laden geschlossen.
Bogenbau auf die etwas andere Art
Bogen bauen in freier Natur mit einfachen Werkzeugen und langen Abenden am Lagerfeuer.
Nur mit Axt, Ziehmesser und Messer bauen wir aus Esche, Hasel oder Traubenkirsche einen einfachen Jagdbogen.
Die Pfeile dazu fertigen wir aus Hartriegelschösslingen, die Federn werden mit Birkenpech geklebt und mit Tiersehne gewickelt.
Spitzen fertigen wir selbst aus Horn, Knochen oder Feuerstein. Am Donnerstag könnt ihr nach dem Mittagessen unter Anleitung von Marek Thomanek von der "Steinzeitwerkstatt" ( http://www.steinzeitwerkstatt.com/thomanek/)
selber eine Feuersteinspitze herstellen.Wer will, kann auch auf der kleinen Feldesse Spitzen unter Anleitung selber schmieden.
Und als Material für die Bogensehne verwenden wir Brennesselfasern.
Unseren Schlafplatz unter Bäumen errichten wir selbst aus den verfügbaren Rohstoffen (Holzstangen, Tannenreisig, Farn – bei Schlechtwetter besteht die Möglichkeit, ins geheizte Bockhaus oder ins große Tipi auszuweichen)
Vom Förster bekommen wir ein frisch geschossenes Reh, das wir fachgerecht aus der Decke schlagen und zerlegen. Sehnen und Knochen werden ebenso herausgelöst und weiter verwertet.
Das Fleisch wird am Lagerfeuer gegrillt oder in der Kochgrube gebacken. Dazu bereiten wir einen Salat aus selbst gesammelten Wildkräutern und frisch gebackenes Brot aus dem „Dutch ofen“.
Und zum Abschluss schießen wir am Sonntag ein kleines Turnier im angrenzenden Waldgelände
Teilnehmer: max. 12
Der Kurs beginnt Donnerstag, 9.00 Uhr und endet Sonntag 13.00 Uhr
Nächster Termin: 7.-10. Juni (Fronleichnam)
weiterer Termin:12.-15. Juli
Mitzubringen sind Schlafsack, Isomatte sowie eine kleine Handaxt und ein scharfes Messer.
Lokation: www.wildbannhuette.de

Um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden, war meine bisherige Werkstatt zu klein.Deshalb haben meine Frau und ich uns einen alten Bauernhof mit riesiger Scheune gekauft.
Hier ist nun ausreichend Platz für eine großzügige Werkstatt, in der ich meine Bogenhölzer den Kundenwünschen entsprechend bearbeiten kann.
Und auch das wachsende Sortiment an Hölzern findet hier seinen Platz
"Viele Menschen träumen davon, mal etwas ganz anderes zu machen. Seit Jahren arbeiten Sie im selben Beruf - mehr aus Gewohnheit, als aus Berufung. Immer wieder gibt es Menschen, die einen neuen Weg einschlagen. Die ihren alten Job aufgeben und stattdessen das tun, was sie wirklich wollen. Waren Sie beispielsweise auch mal Landschaftsarchitekt und stellen nun hauptberuflich Bögen her?
In Worms haben wir einen SWR1-Hörer getroffen, der aus seinem Hobby einen Beruf gemacht hat: Er ist Bogenschütze und seit einigen Jahren betreibt er einen Internet-Shop für Bogenhölzer und Zubehör.
SWR1-Reporter Jürgen Wolff hat ihm bei der Arbeit über die Schulter geschaut."